Kantine Am Berghain

Am Wriezener Bahnhof, Berlin, Deutschland

Tue, 31 Oct 2017
Show starts: 20:00

Lea W. Frey & Band

Wer sich aufs Plateau wagt, darf keine Angst vor dem Abgrund haben. Jeder Aufbruch zur Hochebene ist immer auch eine Reise mit offenem Ausgang. Die Berliner Sängerin Lea W. Frey macht sich auf ihrem dritten Album auf die Reise.
Irgendwo in der Stratosphäre mit CAN, Sun Ra, Portishead und Sonic Youth vereint findet sich die Band in einem Prozess wieder, in denen Fragen der künstlerischen Kontrolle überhaupt keine Rolle mehr spielen.

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Lea W. Frey - Vocals
Liz Kosack - Synths
Peter Meyer - Guitars
Bernhard Meyer - Bass
Andi Haberl - Drums

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"Es ist ein Hochgenuss, gemeinsam mit Lea W. Frey und ihrer Band die Ruhe und Weite des Plateaus zu genießen und aus der Distanz in die Niederungen der Ebenen hinabschauen zu können.

„Plateaus“ symbolisiert zugleich Aufbruch und Kontinuität. Besser gesagt, die Musik steht gleichermaßen für Aufbruch in der Kontinuität und Kontinuität im Aufbruch. Und damit seien auch gleich die Musiker genannt, mit denen die Sängerin sich aufs Plateau begibt, denn ohne diese Mitstreiter wäre das Album nicht, was es ist. Mit Peter und Bernhard Meyer an Gitarre und Bass, bekannt unter anderem vom Melt Trio, Notwist-Drummer Andi Haberl kam zunächst als Live-Drummer hinzu und gab der Band einen ganz neuen Druck. Und die aus dem Brooklyn Underground stammende Keyboarderin Liz Kosack versieht die neuen Songs mit ungewohnten Klangfarben.

Irgendwo in der Stratosphäre mit CAN, Sun Ra, Portishead und Sonic Youth vereint findet sich die Band in einem Prozess wieder, in denen Fragen der künstlerischen Kontrolle überhaupt keine Rolle mehr spielen.

Wie bereits in ihren Konzerten, so breiten sich auch auf dem Album rituelle Energie und magische Klangströme über die Wahrnehmung ins Nervensystem des Hörers aus. Der Gravitationspunkt wechselt ständig, mal sind es die zyklisch treibenden Drumfiguren von Haberl, mal die toxischen Soundkaskaden von Kosack, mal die Doppelhelix aus Bass und Gitarre der Meyer Bros und dann wieder die vokalen Einlassungen der Bandleaderin. Verschiedene Gitarren-Schollen driften gegeneinander, minimalistisches Jazz-Drumming verzahnt sich mit elektronischen Drum-Machine-Sounds, und die Wucht der akustischen Bilder macht die Herkunft des einzelnen Sounds zur schönsten Nebensache der Welt.

Wenn Lea W. Frey im Titelsong davon singt, dass Haie auf dem Plateau an Blumen knabbern, wird deutlich, dass über kurz oder lang nichts bleibt, wie es ist. All diese Komponenten fügen sich zu einem magischen Klanguniversum, in dem alles Sound wird, nicht nur jede Note, jede Harmonie und jeder Puls, sondern am Ende auch jedes Wort, jede Zeile, jeder Subtext." Wolf Kampmann
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